Schulgeschichte
Die Schule für Sprachbehinderte entstand am 01.08.1975. Sie begann mit einer Eingangsklasse im Schulgebäude der KGS Michaelsbergstraße. Diese Klasse unterstand zunächst auch dem Schulleiter der Grundschule. Im Laufe des Schuljahres 1975/76 wurde eine zusätzliche Beobachtungsklasse eingerichtet. Insgesamt besuchten nunmehr 16 Schüler die Schule für Sprachbehinderte. Ab Juni 1976 übernahm Herr Werner Dodd die Schulleitung dieser „Zwergschule“ mit 2 Eingangsklassen.
Aus Raumnöten zog die Schule zum Schuljahr 1980/81 in freiwerdende Räume der KGS Düppelstraße um. Die Schülerzahl betrug nunmehr 46.
Bis zum Schuljahr 1986/87 blieb die Schülerzahl relativ konstant (54).
Im Mai 1988 trat Herr Dodd in den vorzeitigen Ruhestand. Die Schulleitung übernahm Herr Walter Meyer.
In den nachfolgenden Jahren stieg die Schülerzahl als Folge einer sehr umfänglichen und intensiven Öffentlichkeitsarbeit, Beratung und Information von Vorschuleinrichtungen, Schulen, Ärzten usw. rapide an, so dass ein erneuter Umzug erforderlich wurde.
1989 – Die “Lindenschule” erhält ihr eigenes Schulgebäude
Die Schule erhielt erstmals in ihrer Geschichte zum 01.08.1989 ein eigenes Schulgebäude. Sie zog in das freigewordene Gebäude der KGS Tonbrennerstraße, die ihrerseits das Gebäude der auslaufenden Hauptschule am Haarbach bezog.
Die Stadt Aachen – als Träger der Schule – schuf mit hohem Aufwand gute Voraussetzungen was Einrichtung, Umbaumaßnahmen und Renovierung betraf. 1990 wurde die Schule umgewidmet in „Lindenschule“.
Zu diesem Zeitpunkt besuchten 158 Schüler in 14 Klassen die Lindenschule, wobei wegen der hohen Schülerzahl zwei Jahre lang zwei Klassen in die GS Am Haarbach ausgelagert werden mußten. Die Klassen setzten sich wie folgt zusammen:
- vier Eingangsklassen
- drei 1. Schuljahre,
- vier 2. Schuljahre,
- ein 3.Schuljahr
- zwei 4.Schuljahre.
Sie wurden von 18 ausgebildeten Sprachheilpädagogen unterrichtet. Hinzu kamen 4 Referendarinnen und laufend Praktikanten aus Hochschule und hiesigen Gymnasien. Darüber hinaus absolvieren angehende Logopädinnen oft ein halb- bis ganzjähriges Praktikum.
Auch Studierende der Sozialpädagogik und Tagespraktikanten (Studenten der Logopädie) der Hogeschool Limburg aus Heerlen in den Niederlanden gehören zum Kreis der Praktikanten.
An 3 Wochentagen bietet die Schule Krankengymnastik und Logopädie als Einzelförderung oder in Kleinstgruppen an. Durchschnittlich besuchen 11 – 14 Kinder eine Klasse. Unterrichtet wird nach dem Klassenlehrerprinzip in einem ganzheitlichen System, in dem sich Unterricht, Therapie und Erziehung gegenseitig durchdringen.
Nach dem plötzlichen Tod von Herrn Meyer im Dezember 1999 übernahm der Konrektor Herr Kemper unterstützt von der dienstältesten Kollegin Frau Slowak kommissarisch die Schulleitung.
Im September 2000 übernahm Frau Höfken die Schulleitung der Lindenschule.
Am 01.03.2004 wurde Frau Slowak zur stellvertretenden Schulleiterin ernannt.
Im Schuljahr 2004/05 wurden in der Lindenschule umfangreiche Sanierungs- und Brandschutzarbeiten durchgeführt.
2005 – Die Lindenschule wird zur Offenen Ganztagsschule
Seit Beginn des Schuljahres 2005/06 wird die Lindenschule als OGS (Offene Ganztagsgrundschule) geführt. Es werden 2 Gruppen nach dem Unterricht bis 16.00/17.00 Uhr betreut und gefördert.
Die Nachmittagsbetreuung beinhaltet für die teilnehmenden Schüler/innen verpflichtend ein warmes Mittagessen und Hausaufgabenbetreuung durch 3 Erzieherinnen und eine Erzieherin mit einer Qualifikation in Sprachförderung.
Angebote durch entsprechendes Fachpersonal sind:
- musikalische Förderung (Musikschule Aachen)
- künstlerisches Gestalten (päd. Dienst/Forum Ludwig)
- Ball- und Bewegungsspiele (AWO Stadt Aachen)
- Fußballtraining (Haarener Fußballverein)
- Mädchenturnen (Haarener Turnverein)
Zum Ende des Schuljahres geht Frau Slowak in Pension, Frau Siebert übernimmt das Amt der stellvertretenden Schulleiterin.
Im Schuljahr 2006/07 wird die OGS um zwei weitere Gruppen erweitert.
Dazu werden Umbaumaßnahmen vorgenommen, der Werkraum saniert, ein Pavillon auf dem oberen Schulhof neu errichtet und die Schule für den Ganztagsbetrieb umfassend und sehr gut ausgestattet.
Die Zeiten für die OGS – Betreuung werden verändert:
Montags bis donnerstags bis 16.00 Uhr, freitags bis 15.00 Uhr.
Im Schuljahr 2007/08 werden weitere 2 Gruppen in die OGS aufgenommen, sodass jetzt 72 Kinder die OGS besuchen. Die Ausstattung mit Material und Möbeln wird weiter vervollständigt.
In das Angebot der OGS werden Logopädie und Physiotherapie aufgenommen.
Im Schuljahr 2008/09 gelingt es der Lindenschule in Herrn Kerkhoffs, dem ehemaligen Leiter der Marktschule in Aachen-Brand, einen ausgezeichneten Musikpädagogen für die Arbeit zu gewinnen.
Die Lehrer- und Schulkonferenz beschließt, auf Vorschlag von Herrn Kerkhoffs einen Schulchor und ein Schulorchester zu gründen.
Weiter wird beschlossen eine Kinderoper einzustudieren und aufzuführen. Die Kinderoper „Der Bucklige“ wird am Schuljahresende mit großem Erfolg im Space des Forum Ludwig aufgeführt.
In enger Zusammenarbeit mit den Eltern und den Stadtoasen wird der Schulhof umgestaltet.
Die Einweihung wird mit einem großen Schulfest gefeiert.
2009 – Neuer Schulträger ist die StädteRegion Aachen
Im Oktober 2009 wechselt die Lindenschule in die Trägerschaft der StädteRegion Aachen.
Das Schuljahr 2009/10 ist geprägt durch die Veränderungen, die durch den Wechsel des Schulträgers entstehen und die Diskussion über „inklusive Beschulung“ sprachbehinderter Schüler/Innen.
Die Zusammenarbeit mit den Eltern entwickelt sich vor diesem Hintergrund sehr positiv. Die Eltern engagieren sich in verschiedenen Arbeitskreisen und nehmen lebhaften Anteil an der Entwicklung der Lindenschule vor dem Hintergrund dieser Diskussion.
Es besuchen 144 Schüler/Innen die Lindenschule. 72 Kinder werden in der OGS betreut und gefördert. Der Bedarf an Plätzen in der OGS nimmt weiter zu. Es wird eine Warteliste geführt.
Im Dezember 2010 kündigt sich für Januar bis März 2011 die Qualitätsanalyse an.
Die Ergebnisse bleiben abzuwarten.

