Schulhund

Grundsätzlich bedeutet tiergestützte Pädagogik eine Unterstützung der pädagogischen Arbeit durch ein Tier. Wer Kinder beobachtet, erkennt schnell, dass sie sehr frei und unbeschwert auf Tiere zugehen. Der Zugang ist häufig spontan und mit hoher Motivation belegt. Diese natürliche Affinität der Kinder zu Tieren wird in der pädagogischen Arlisbethbeit in der Schule genutzt.

Das Zusammenleben mit Tieren verbessert aber nicht nur die Fähigkeit zu analoger Kommunikation, sondern es stärkt auch die Entwicklung von Empathie (Mitleid, Mitgefühl, Mitschwingen). In diversen Studien wurde belegt, dass nicht nur das Streicheln eines Tieres, sondern bereits die bloße Präsenz eines Tieres stressreduzierende Wirkung hat“ (Liebau, Eckhard. Tiere in der Erziehung. Bern 2002).

Tiere bauen unechte Kommunikation ab, erleichtern und aktivieren die Kontaktaufnahme. Sie ermöglichen eine angemessene Abgrenzungsfähigkeit, reduzieren vorzeitige Beziehungsabbrüche und führen zu einem besseren Zugang zu den eigenen Emotionen und Instinkten. Verhaltensweisen des Menschen sind einer natürlichen Umgebung angepasst und mit der heutigen modernen Umgebung häufig nicht mehr zu vereinen.

Auf die bedingungslose Annahme durch Tiere gründen sich alle tiergestützten Interventionen: „…weil Kinder  ihre Heimtiere mit  Leib und Seele lieben, können Heimtiere (…) so viel bewirken: Krankheiten vermeiden, und an ihrer Heilung beteiligt sein, Freude und Zärtlichkeit vermitteln und gleichzeitig positiv erzieherisch mitwirken (…) Konflikte zu lösen und Traurigkeit zu vermeiden“ (Seehawer, K. Helfer auf 4 Pfoten. 8/2000. S. 26)

 

Im Zusammenhang  mit dem Einsatz der Schulhündin „Lisbeth“ wird im Folgenden von hundegestützter Pädagogik die Rede sein. Übersetzt bedeutet dies: „Der systematische Einsatz von ausgebildeten Hunden in der Schule zur Verbesserung der Lernatmosphäre und individuellen Leistungsfähigkeit sowie des Sozialverhaltens der Schüler“ ( Heyer/Kloke. 2009. S.17). Der Hund unterstützt die Lehrperson bei der Durchführung des Bildungsauftrages und muss sich dementsprechend an die schulischen Gegebenheiten anpassen können. Sie ist die Co-Pädagogin.

Hunde können alleine durch ihre Anwesenheit die Lernatmosphäre im Klassenzimmer positiv verändern. Das stressfreiere Unterrichtsklima führt bei Lehrkräften und Schülern zu einer höheren Zufriedenheit und kann zu einer Steigerung des Lernerfolges beitragen (vgl. Kuntze, Schwanette. Einsatz von Tieren zur Gesundheitsförderung 2007/1)

 

Das vollständige Konzept „Hundegestützte Pädagogik“ der Lindenschule kann hier als PDF heruntergeladen werden: Konzept Schulhund

Förderschule der StädteRegion Aachen mit dem Förderschwerpunkt Sprache (Primarstufe), Offene Ganztagsschule